Hochschuldozent buchen
Lehraufträge, Module, Executive Education, Methodentage und Curriculum-Arbeit zu Innovation, Entrepreneurship und Entscheiden in Ungewissheit. Ich stehe seit Jahren in Hörsälen — das hier ist kein Ausflug in die Lehre.
Es gibt zwei Sorten von Leuten, die in Hörsäle eingeladen werden. Die einen unterrichten seit zwanzig Jahren dasselbe Modell, und die Praxis ist ein Kapitel im Skript. Die anderen kommen aus der Wirtschaft, erzählen zwei Anekdoten und haben nach neunzig Minuten nichts hinterlassen, was sich prüfen ließe.
Ich mache beides gleichzeitig, und das ist der ganze Punkt. Ich stehe an der ESCP, der TU Berlin und der HTW Berlin vor Studierenden — und ich führe zwei Firmen, arbeite in Verwaltungen und Konzernen und stehe in über 300 Workshops selbst im Raum. Was ich Freitag im Seminar behaupte, muss Montag beim Kunden halten.
Komplexe Systeme lassen sich nicht managen. Nur navigieren. Das ist die These, um die meine Lehre kreist. Studierende lernen in der BWL überwiegend Verfahren fürs Zerlegen: Teile isolieren, Teile optimieren, Teile wieder zusammensetzen. Für einen Produktionsprozess ist das goldrichtig. Für einen Markt, eine Belegschaft oder eine Energiewende ist es ein Kategorienfehler — und niemand sagt es ihnen.
Auf dieser Seite: was ich unterrichte, sechs Formate, wo ich lehre, was es kostet, wie eine Anfrage läuft und was ihr bucht und was nicht.
Was ich unterrichte
Sechs Felder. Alle hängen an derselben Frage: Wie bleibt eine Organisation handlungsfähig, wenn die Karte nicht mehr zum Gelände passt.
Entrepreneurship und Effectuation
Die erforschte Handlungslogik erfahrener Gründerinnen und Gründer: starten mit dem, was da ist, statt mit dem, was man prognostiziert. Ich habe das Effectuation Expert Curriculum bei Prof. René Mauer und Michael Faschingbauer durchlaufen und 2019 an der ESCP Europe Berlin einen wissenschaftlichen Beitrag zur Effectuation Conference geleistet.
Innovationsmanagement und Geschäftsmodellentwicklung
Innovation und Geschäftsmodellentwicklung — das ist mein Lehrgebiet an der HTW Berlin. Vom Aufbau eines Geschäftsmodells bis zu der Frage, warum Innovationsvorhaben in etablierten Häusern so oft im Sand verlaufen.
Design Thinking — und wo es aufhört
Ausgebildet an der HPI School of Design Thinking in Potsdam (Design Thinking Advanced), Trainer an der HPI Academy. In der Lehre interessiert mich weniger die Doppelraute als die ehrliche Frage, für welche Art von Problem das Verfahren gebaut ist und für welche nicht.
Komplexität und Entscheiden in Ungewissheit
Risiko braucht Wahrscheinlichkeiten. Wo es die nicht gibt, wird jede Erwartungsrechnung zu Pseudokontrolle. Das ist der Stoff, aus dem meine Nebelkompetenzen entstanden sind — und der Punkt, an dem klassische BWL-Werkzeuge in der Lehre unehrlich werden.
Sustainability, Regeneration und Social Entrepreneurship
Mein inhaltlicher Schwerpunkt der letzten Jahre liegt im ESCP-Master „Sustainability Innovation and Entrepreneurship". Bei der Stiftung der deutschen Wirtschaft unterrichte ich Social Entrepreneurship.
Innovation in Verwaltung und Stadtentwicklung
An der TU Berlin lehre ich den Übertrag von Design Thinking auf Stadtentwicklungsprozesse. An der erstmaligen Anwendung von Design Thinking in der öffentlichen Stadtentwicklung war ich beteiligt. Für Hochschulen mit Public-Management-Programmen ist das ein Feld, in dem es wenig Lehrende mit echter Fallpraxis gibt.
Sechs Formate
Vom einzelnen Termin bis zum Studiengangsteil. Die Preise gelten für alles, was nicht über die Lehrauftragsvergütung läuft — die Unterscheidung erkläre ich weiter unten ausführlich, weil sie in Anfragen regelmäßig für Verwirrung sorgt.
Gastvortrag oder Einzelvorlesung
Ringvorlesung, Fachtag, Semesterauftakt, ein Termin in einem laufenden Modul. Der häufigste Einstieg.
Was enthalten ist
- Vorgespräch mit der Modul- oder Programmverantwortung
- Zuschnitt auf Studiengang, Semester und Vorwissen der Gruppe
- Folien und Literaturhinweise für die Nachbereitung
- Q&A und, wenn gewünscht, eine kurze Anwendungsübung
Modul oder mehrtägiger Block
Eine vollständige Lehrveranstaltung, wahlweise über das Semester verteilt oder als Block. So läuft meine Lehre an ESCP, TU Berlin und HTW Berlin.
Was enthalten ist
- Modulplanung entlang eurer Modulbeschreibung und Prüfungsordnung
- Aufbau in Sitzungen mit Input, angeleiteter Anwendung und Transfer
- Prüfungsformat nach eurer Vorgabe — Hausarbeit, Projektabgabe, Präsentation
- Betreuung von Studierendenprojekten, wenn das Modul welche vorsieht
Executive Education
Weiterbildung für Menschen mit Führungsverantwortung, die abends nicht mehr an Prüfungen glauben, sondern an Anwendbarkeit. In der Executive Education der ESCP gehört das zu meiner Arbeit.
Was enthalten ist
- Arbeit an echten Fällen der Teilnehmenden statt an Lehrbuchbeispielen
- Werkzeuge, die am Montag im eigenen Haus funktionieren
- Formate, die für erwachsene Berufserfahrene gebaut sind
- Auf Wunsch Anschluss an ein bestehendes Zertifikatsprogramm
Methodentag für die ganze Hochschule
Hochschultag, Lehrendentag, Fakultätsklausur. Viele Menschen, wenig Zeit, am Ende soll trotzdem jemand etwas können.
Was enthalten ist
- Dramaturgie für den ganzen Tag statt einer Aneinanderreihung von Sessions
- Parallele Workshops mit gemeinsamen Bausteinen, damit überall dieselbe Qualität rauskommt
- Transferfrage in jeder Session: Was heißt das ab morgen in deinem Kontext?
- Materialien, mit denen eure Leute das Format später selbst wiederholen können
Train-the-Trainer für Lehrende
Wenn nicht ich, sondern eure Lehrenden die Methoden künftig unterrichten sollen. Der günstigere Weg, wenn das Thema bleiben soll.
Was enthalten ist
- Die Methode plus die Didaktik dahinter — warum welcher Schritt an welcher Stelle steht
- Ablaufpläne und Materialien, die eure Leute weiterverwenden dürfen
- Übungsdurchläufe mit Feedback statt Frontalinput über Facilitation
- Eine Sprechstunde nach dem ersten eigenen Durchlauf
Curriculum-Arbeit und Academic Advising
Ein Studiengang wird gebaut oder überarbeitet, ein Modulhandbuch soll Anschluss an aktuelle Forschung bekommen, Studierendenprojekte mit Unternehmen brauchen fachliche Begleitung. An der ESCP bin ich seit Jahren einer der Academic Advisors in den Company Consultancy Projects.
Was enthalten ist
- Aufbau oder Überarbeitung von Modulen und Studiengangsteilen
- Anschluss an aktuelle Forschung, ohne dass es nach Innovation in Schubladen aussieht
- Begleitung von Company Consultancy Projects und ähnlichen Praxisformaten
- Fachliche Beratung der Programmverantwortlichen zwischen den Terminen
Wo ich lehre
Seit Jahren, nicht als Gastspiel. Ausführlich steht das auf Über mich.
- ESCP Business School Berlin
- Master „Sustainability Innovation and Entrepreneurship", Executive Education und Academic Advisor in den Company Consultancy Projects. Die ESCP ist die älteste Business School der Welt, 1819 von Jean Baptiste Say in Paris gegründet. Der ganze Fall →
- TU Berlin
- Innovation in der Stadtentwicklung — der Übertrag von Design Thinking auf Stadtentwicklungsprozesse, inklusive der Pionierarbeit bei der erstmaligen Anwendung von Design Thinking in der öffentlichen Verwaltung.
- HTW Berlin
- Innovation und Geschäftsmodellentwicklung.
- HPI Academy
- Design Thinking, als Trainer. Meine eigene Ausbildung (Design Thinking Advanced) habe ich an der HPI School of Design Thinking in Potsdam gemacht.
- Stiftung der deutschen Wirtschaft
- Social Entrepreneurship.
- Weitere Häuser und Verbände
- Unter anderem die CAU Kiel und der Hochschulverband Hessen, für den der QUIS-Hochschultag lief: vier parallele Innovationstrainings an einem Tag, rund 150 Teilnehmende. Der Fall im Detail →
Was es kostet
Hier laufen zwei völlig verschiedene Welten nebeneinander, und weil das kaum jemand offen aufschreibt, halten Verwaltungen und Programmleitungen sie ständig auseinanderzuhalten für ihr eigenes Problem. Ist es nicht.
Welt eins: der reguläre Lehrauftrag. Ein Modul über ein Semester wird nach der Vergütungsordnung eurer Hochschule bezahlt, wie bei jedem Lehrbeauftragten. Diese Sätze sind geregelt, da gibt es nichts zu verhandeln, und ich verhandle da auch nicht. Über den Stundensatz rechnet sich das für niemanden — ich mache es, weil Lehre zu meiner Arbeit gehört und weil man nichts besser versteht als das, was man erklären muss.
Welt zwei: alles Freie. Executive Education, Methodentage, Lehrendentage, Train-the-Trainer, Curriculum-Arbeit, Gastvorträge außerhalb eines Lehrauftrags. Dafür gelten Honorare, und die stehen hier:
- Gastvortrag oder Einzelvorlesung, 60 bis 90 Minuten: ab 2.800 € netto
- Halbtagsformat, etwa Train-the-Trainer: ab 4.400 € netto
- Ganzer Tag, etwa Methodentag oder Executive-Education-Tag: ab 5.520 € netto
- Modul, Curriculum-Arbeit, mehrwöchige Programme: nach Zuschnitt
Das sind bereits die Bildungssätze. Gemeinnützige Träger, Genossenschaften, Vereine und Bildungseinrichtungen zahlen 20 % weniger als der reguläre Vortragspreis. Dazu kommen die gesetzliche Umsatzsteuer sowie Reise- und Übernachtungskosten. Vertragspartner ist die Tools for Tomorrow GmbH.
Wenn das Budget das nicht hergibt und das Anliegen trotzdem trägt: es gibt den Impact-Pitch. Erzählt mir, worum es geht.
Wie eine Anfrage läuft
- Anfrage. Studiengang oder Zielgruppe, Semester oder Termin, Umfang und worum es inhaltlich gehen soll. Ein Absatz reicht. Antwort innerhalb eines Werktags.
- Kurzes Gespräch. Zwanzig Minuten, unverbindlich. Da klärt sich, ob der Stoff zum Modul passt und ob ich der Richtige bin. Wenn nicht, sage ich das — und empfehle jemanden, der besser passt.
- Angebot oder Lehrauftrag. Bei freien Formaten ein schriftliches Angebot mit Honorar, Reisekosten und Stornoregelung, getrennt ausgewiesen, damit ihr es intern durchbekommt. Bei einem Lehrauftrag läuft es über eure Verwaltung, und ich liefere zu, was sie braucht.
- Inhaltliche Abstimmung. Modulbeschreibung, Prüfungsordnung, Vorwissen der Gruppe, was vorher und nachher im Curriculum steht. Daraus entsteht die Fassung, die ihr bekommt.
- Durchführung. Vor Ort, online oder hybrid. Danach so lange verfügbar, wie es sinnvoll ist — bei Modulen inklusive Prüfungsphase.
Was ihr bucht — und was nicht
Ich habe keinen Lehrstuhl. Ich bin Dozent und Lehrbeauftragter, kein Professor. Wenn eure Stelle eine Professur verlangt oder jemanden mit einer Publikationsliste für den Berufungsausschuss, sucht in einer anderen Ecke. Ich sage euch das im ersten Gespräch, statt ein Angebot zu schicken und zu hoffen.
Was ihr stattdessen kriegt: jemanden, der die Sachen macht, über die er unterrichtet. Zwei Firmen als Geschäftsführer. Einen Zukunftsort in Mecklenburg-Vorpommern, an dem wir ausprobieren, was wir behaupten. Und drei eigene Ansätze, die ich selbst gebaut habe statt sie irgendwo abzuschreiben — Piratize, Nebelkompetenzen, Diversifismus. Alle drei offen dokumentiert, also auch zitierbar und im Seminar diskutierbar. Kein Geheimwissen gegen Aufpreis.
Dazu Forschungsanschluss statt Praktiker-Anekdoten: Effectuation Expert Curriculum bei Prof. René Mauer und Michael Faschingbauer, wissenschaftlicher Beitrag zur Effectuation Conference an der ESCP Europe Berlin 2019, Design Thinking Advanced an der HPI School of Design Thinking. Studierende merken innerhalb von zehn Minuten, ob jemand die Literatur kennt oder nur die Zusammenfassung.
Was nicht kommt: Frontalvorlesung von Folie eins bis Folie achtzig, Trendfolien mit Pfeilen nach oben rechts, die Standardpräsentation mit ausgetauschtem Hochschullogo.
Anfragen
Studiengang, Termin oder Semester, Umfang, Thema. Ein Absatz reicht für den Anfang. Antwort innerhalb eines Werktags.
hallo@simonsteiner.de +49 176 84844788
Ihr wollt keinen Lehrauftrag, sondern einen Vortrag auf eurer Tagung? Dann seid ihr auf Keynote Speaker buchen richtiger. Was ich sonst noch mit Hochschulen mache, steht auf Hochschulen & Akademien.