Simon Steiner
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Angebot Workshops · Sprints · Train-the-Trainer

Design Thinking Coach buchen

Design Thinking ist eines meiner Werkzeuge, nicht meine Weltanschauung. Workshops, Sprints und Train-the-Trainer für Konzerne, Verwaltung, Hochschulen und Sozialunternehmen — eingebettet in Effectuation und Komplexitätsforschung, damit die Methode dem Problem folgt und nicht umgekehrt.

Design Thinking ist ein nutzerzentrierter Innovationsansatz: erst das Bedürfnis verstehen, dann die Lösung festlegen. Der Prozess wechselt iterativ zwischen Verstehen, Beobachten, Synthese, Ideenfindung, Prototyping und Test — und korrigiert sich an dem, was Menschen tatsächlich tun, statt an dem, was sie zu wollen sagen.

Das ist die Theorie. In der Praxis entscheidet, ob jemand im Raum steht, der die Methode dem Problem anpasst statt umgekehrt.

Auf dieser Seite: die drei Pakete mit Preis, was im Workshop passiert, wann Design Thinking passt und wann nicht, woher ich das kann, Beispiele aus der Praxis, was kommt, wenn die Methode nicht reicht, wie eine Anfrage läuft und was es kostet.

Die drei Pakete

Drei zugeschnittene Pakete statt einer Preisliste nach Stunden. In jedem Preis enthalten: die Vorbereitung mit Briefing und Vorgesprächen, das Workshop-Design, die Moderation und die Dokumentation der Ergebnisse.

01

Der Durchlauf

Ein Tag · inkl. Vorbereitung und Dokumentation
3.750 €netto

Für Teams, die Design Thinking einmal komplett an einer echten Frage durchlaufen wollen — statt weiter darüber zu reden.

Was ihr am Ende habt

  • Eine geschärfte Ausgangsfrage — meistens nicht die, mit der ihr reingegangen seid
  • Erkenntnisse aus echtem Nutzerkontakt, dokumentiert
  • Mindestens ein gebauter und getesteter Prototyp
  • Ein Team, das den Ablauf einmal selbst gegangen ist und ihn wiederholen kann
  • Dokumentation mit Ergebnissen, offenen Punkten und nächsten Schritten
02

Der Sprint

Zwei Tage · inkl. Vorbereitung und Dokumentation
6.750 €netto

Für ein konkretes Vorhaben, das entschieden werden muss — ein Produkt, ein Service, ein Prozess, der nicht funktioniert.

Was ihr am Ende habt

  • Alles aus Paket 01
  • Nutzerinterviews im Feld statt Annahmen im Raum
  • Synthese: das Muster hinter den Beobachtungen, als benannter Standpunkt
  • Mehrere Prototypen, gegeneinander getestet
  • Eine Entscheidungsvorlage — was weiterverfolgt wird und was nicht, mit Begründung
  • Roadmap für die nächsten Schritte, mit Verantwortlichkeiten
03

Die Innovationswerkstatt

Drei Tage · inkl. Vorbereitung und Dokumentation
9.275 €netto

Für mehrere Teams parallel oder eine Lage mit vielen Beteiligten — Verwaltung, Multi-Stakeholder-Prozesse, mehrere Abteilungen mit unterschiedlichen Interessen.

Was ihr am Ende habt

  • Alles aus Paket 02, in parallelen Teams
  • Alle relevanten Perspektiven im Raum statt in getrennten Terminen
  • Ein gemeinsames Problemverständnis über Abteilungs- und Organisationsgrenzen hinweg
  • Mehrere Lösungsstränge, priorisiert und mit leistbarem nächsten Schritt versehen
  • Ein wiederholbares Format, das ihr ohne mich noch einmal fahren könnt
  • Dokumentation als Vorlage für die interne Kommunikation

Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer sowie Reise-, Übernachtungs- und Materialkosten.

Was nicht in ein Paket passt

Impuls · 60 bis 90 Minuten. Design Thinking erlebbar machen statt erklären, für Führungsrunden und Auftakte. Läuft als Vortragsformat — Themen und Konditionen stehen bei den Vorträgen.

Train-the-Trainer. Damit die Methode nach dem Workshop im Haus bleibt. Für die Deutsche Telekom habe ich ein solches Programm für nahezu die gesamte Belegschaft mit aufgebaut und den mehrwöchigen Auftakt mitgestaltet und moderiert. Umfang und Zuschnitt hängen an der Organisation — dafür gibt es ein eigenes Angebot.

Prozessbegleitung. Über Monate statt über Tage, wenn Design Thinking nicht das Ziel ist, sondern das Werkzeug in einem größeren Innovations- oder Transformationsvorhaben. Ebenfalls individuell.

Was im Workshop tatsächlich passiert

Der Prozess hat sechs Schritte. Sie klingen nach Schema, sind aber eine Schleife — man springt zurück, sobald etwas nicht trägt.

  1. Verstehen. Die Frage schärfen. Was ist das Problem hinter dem Problem, und für wen ist es überhaupt eins? Hier fällt die Hälfte der ursprünglichen Annahmen weg.
  2. Beobachten. Raus aus dem Raum. Interviews, Beobachtung, Feldkontakt — und zwar mit denen, die die Sache am Ende benutzen sollen, nicht mit denen, die sie sich ausgedacht haben.
  3. Synthese. Die Beobachtungen sortieren, bis ein Muster sichtbar wird. Der unbequemste Schritt, weil man hier zugeben muss, dass die Ausgangsfrage falsch gestellt war.
  4. Ideenfindung. Menge vor Güte, erst danach auswählen. Ohne Bewertung während des Sammelns, sonst gewinnt immer die naheliegendste Idee.
  5. Prototyping. Etwas bauen, das man anfassen oder durchspielen kann. Pappe, Rollenspiel, Klickdummy — das Format ist egal, solange es schnell und billig ist.
  6. Testen. Zurück zu den Leuten. Was nicht funktioniert, erfährt man nur hier — und je früher, desto günstiger.

Wieviel Zeit jeder Schritt bekommt, entscheidet die Ausgangslage. Wenn die Nutzerperspektive schon gut erforscht ist, wird vorne gekürzt. Wenn alle glauben, das Problem zu kennen, wird vorne verlängert.

Wann Design Thinking passt

Wenn ein Problem unscharf ist, mehrere Stakeholderperspektiven hat und vermutlich anders gelöst werden muss als ursprünglich gedacht. Typische Anlässe: ein Service, den niemand nutzt. Ein Produkt, das an den Leuten vorbeigebaut wurde. Ein Verwaltungsprozess, der auf dem Papier funktioniert und in der Realität nicht. Eine Organisation, die spürt, dass ihre Antworten aus einer anderen Zeit stammen.

Wann es nicht passt

Wenn die Aufgabe rein technisch ist und die Anforderungen klar — dann braucht es Engineering, nicht Design Thinking. Wenn die Lage chaotisch ist, braucht es schnellere Werkzeuge. Und wenn Design Thinking zur Methodenfolklore wird, also Post-its kleben ohne Tiefe, wird es teuer.

Das sage ich im Erstgespräch. Ein abgesagter Workshop ist besser als ein Workshop, der nichts bringt.

Woher ich das kann

  • Design Thinking Advanced an der HPI School of Design Thinking in Potsdam (2012–2013), als akademische Zusatzqualifikation.
  • Trainer an der HPI Academy für Design Thinking.
  • Lehre an der TU Berlin — Innovation in der Stadtentwicklung, Übertrag von Design Thinking auf Stadtentwicklungsprozesse.
  • Über 300 Workshops, Vorträge und Seminare in DAX-Konzernen, Mittelstand, Verwaltung, Hochschulen und Sozialunternehmen.
  • Pionierarbeit bei der erstmaligen Anwendung von Design Thinking in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland.

Methodisch steht Design Thinking bei mir nicht allein, sondern eingebettet in Effectuation und Komplexitätsforschung. Was das konkret heißt, steht bei den Nebelkompetenzen.

Aus der Praxis

  • Neustadt in Holstein — mehrjähriger Multi-Stakeholder-Prozess für ein Hafenquartier, rund 20 Mikro-Workshops mit Bevölkerung, Verwaltung, Politik und Wirtschaft.
  • Diakonie Nord Nord Ost — Recruiting-Architektur für 150 Pflegefachkräfte, mit wiederverwendbaren Werkzeugen statt einmaliger Kampagne.
  • Deutsche Telekom — Train-the-Trainer-Programm für agile Arbeitsweisen, mehrwöchiger Auftakt.
  • QUIS Hessen — ein Hochschultag, vier parallele Innovationstrainings, rund 150 Teilnehmende auf einem gemeinsamen Methodenlevel.

Für wen ich arbeite

Konzern und Mittelstand · öffentliche Hand und Stadtentwicklung · Hochschulen und Akademien · Sozialunternehmen und Stiftungen · Landwirtschaft und Genossenschaften · Startups und Gründungen

Wenn Design Thinking nicht reicht

Design Thinking ist stark, wenn ein Problem unscharf ist und man Nutzer fragen kann. Es hilft nicht, wenn die Lage grundsätzlich ungewiss ist — wenn niemand sagen kann, was in zwei Jahren gilt, wenn zu viel gleichzeitig passiert, oder wenn sich schlicht nichts mehr bewegt. Dafür braucht es andere Werkzeuge, und daran arbeite ich seit Jahren.

  • Piratize — mein Framework für Handlungsfähigkeit in Ungewissheit. Nautische Logik statt Roadmap: Richtung vor Plan, kleine Vorstöße statt großer Programme, Möglichkeitsräume statt Zielvorgaben.
  • Nebelkompetenzen — entscheiden, wenn keine Karte mehr passt. Drei Wetterlagen, drei Probleme, drei erste Züge: Nebel, Sturm, Flaute.
  • Effectuation — die Forschungslogik unternehmerischen Handelns unter Unsicherheit. Mit dem starten, was da ist. Leistbaren Einsatz begrenzen. Partner gewinnen statt Märkte prognostizieren.
  • Diversifismus — Vielfalt als Resilienzstrategie, ökosystemische Lesart von Wirtschaft.

Wenn ihr eher an dieser Stelle steht als am Design-Thinking-Anfang: Für Führungsrunden, Offsites und Konferenzen gibt es die Vortragsthemen — das ist meistens der bessere Auftakt als ein Methodentraining.

Wie eine Anfrage läuft

  1. Kurze Nachricht. Zwei, drei Sätze zur Lage reichen. Was ist die Frage, wer soll dabei sein, gibt es einen Termin im Kopf.
  2. Erstgespräch, kostenlos. 30 Minuten. Wir klären, ob Design Thinking das richtige Werkzeug ist und welches Format passt. Wenn etwas anderes besser passt, sage ich das.
  3. Angebot. Konkret auf Format, Dauer und Gruppengröße zugeschnitten, mit Honorar und Ablauf.
  4. Vorbereitung. Ich schaue mir eure Ausgangslage an und baue den Ablauf darauf. Keine Standardagenda.
  5. Durchführung und Übergabe. Am Ende bekommt ihr die Ergebnisse dokumentiert, nicht nur abfotografiert.

Was es kostet

PaketDauerPreis
Der Durchlauf Ein Tag 3.750 € netto
Der Sprint Zwei Tage 6.750 € netto
Die Innovationswerkstatt Drei Tage 9.275 € netto
Train-the-Trainer · Prozessbegleitung nach Zuschnitt individuelles Angebot

Enthalten sind Vorbereitung (Briefing, Vorgespräche, Workshop-Design), Moderation und Dokumentation. Dazu kommen die gesetzliche Umsatzsteuer sowie Reise-, Übernachtungs- und Materialkosten.

NGOs, soziale Träger und Bildungseinrichtungen zahlen 20 % weniger. Wenn ihr gemeinnützig arbeitet und auch das nicht darstellbar ist, pitcht euer Projekt — bei passendem Anliegen arbeite ich vergünstigt oder ohne Honorar.

Größere Gruppen ab etwa 20 Personen, mehrere Standorte oder Sonderformate passen selten in ein Paket. Dafür schreibe ich ein eigenes Angebot.

Bis zu 80 % Förderung für KMU

Ich bin vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales autorisierter INQA-Coach. Erfüllt dein Unternehmen die fünf Voraussetzungen, übernimmt das Ministerium bis zu 80 % der Beratungskosten — bis zu 9.216 € Zuschuss bei einem Eigenanteil von 2.880 € netto, auf maximal 12 Coaching-Tage. Das ist der günstigste Weg zu einer längeren Begleitung, und er ist gegenüber jedem Paketpreis das stärkere Argument.

Material für eigene Workshops

Wenn du selbst moderierst und nur das Material suchst: Workshopkoffer, Sticky Notes, Timer und Methodenkarten gibt es im Facilitools-Shop. Den Ablauf dazu baust du im Agenda-Planer — beides von der Tools for Tomorrow GmbH.

Anfragen

hallo@simonsteiner.de · 30 Minuten direkt im Kalender buchen · +49 176 84844788

Beratung, Workshops und Lehre laufen vertraglich über die Tools for Tomorrow GmbH, Berlin.

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