Design Thinking
Nutzerzentrierte Innovation — Methode, Mindset und Prozess für Produkte, Services und Verwaltungsprozesse. HPI-Alumnus.
Was Design Thinking ist
Design Thinking ist ein nutzerzentrierter Innovationsansatz, der das Verstehen menschlicher Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt — vor das Festlegen einer Lösung. Der Prozess wechselt iterativ zwischen Verstehen, Beobachten, Synthese, Ideenfindung, Prototyping und Test, und korrigiert sich an dem, was die Nutzer tatsächlich tun (statt an dem, was sie zu wollen sagen).
Ich habe Design Thinking Advanced als akademische Zusatzqualifikation an der HPI School of Design Thinking in Potsdam absolviert (2012–2013). Seitdem ist Design Thinking eines meiner zentralen Werkzeuge — in Konzernen, in der Verwaltung, in Sozialunternehmen, an Hochschulen.
Wann es passt
Wenn ein Problem unscharf ist, mehrere Stakeholderperspektiven hat, und vermutlich anders gelöst werden muss als ursprünglich gedacht — dann ist Design Thinking richtig. Beispiele aus meiner Praxis: die Reaktivierung der Hafenwestseite in Neustadt in Holstein (Multi-Stakeholder-Prozess), die Recruiting-Architektur der Diakonie Nord Nord Ost (150 Pflegefachkräfte), Innovationsprozesse an der ESCP.
Wann es nicht passt
Wenn die Aufgabe rein technisch ist und die Anforderungen klar — dann braucht es Engineering, nicht Design Thinking. Wenn die Lage chaotisch ist (Cynefin: chaotic), braucht es schnellere Werkzeuge. Und wenn Design Thinking zur Methodenfolklore wird (Post-its kleben ohne Tiefe), wird’s teuer.
Wie ich damit arbeite
Eingebettet in Effectuation und Komplexitätsforschung. Als kontextsensitives Werkzeug, nicht als Religion. Plus mit den Erfahrungen aus über 300 Workshops, Vorträgen und Seminaren in DAX-Konzernen, Verwaltungen, Hochschulen und Sozialunternehmen.